Ich arbeite in einer psychiatrischen Klinik, habe einen Mann und eine inzwischen elfjährige Tochter.
Der Weg zum Tier(-Schutz) war in meinem Fall etwas holprig, begann er doch damit, dass ich fast im wahrsten Sinne des Wortes über einen Hund stolperte. Wir hatten viel Freude an dem anhänglichen, freundlichen Wuschel, der nachdem er mich fast zu Fall gebracht hätte, gleich mal bei uns einzog. Dann kam der Wunsch nach einem zweiten Hund auf. Eine Hündin sollte es diesmal sein, nicht so groß und am liebsten auch schon älter, vielleicht mit einem kleinen Handicap. Im Internet gab es aus aller Herren Ländern unzählige Hunde, die alle Kriterien erfüllten - eine Entscheidung war unmöglich. In meiner "Not" schrieb ich letztlich wahllos eine Orga an und bat um einen Adoptionsvorschlag für eine Hündin. Es kamen drei Vorschläge, und ich entschied mich für meine "Frida" einen struppigen Beaglemix aus Barcelona. Neben einer Lebensmittelunverträglichkeit brachte sie noch ein chronisches Rückenleiden mit. Die Freude, einem Tier geholfen zu haben, Fridas tolle Entwicklung zu begleiten und zu sehen wie gut sie Rocky tat, entschädigten für manche Stunde im Wartezimmer des Tierarztes. Nachdem Frida nun also bei mir wohnte und einer der anderen vorgeschlagenen Hunde vermittelt war, blieb nur noch ein Orga-Vorschlagshund in Spanien sitzen. Die superängstliche kleine Podenca, die mit Frida lange den Zwinger geteilt hatte, zog folgerichtig im März 2014 nach sechs Jahren im Tierheim bei mir als Pflegehund ein. Am 15. April war Finie, trotz aller Widrigkeiten, adoptiert.
Jetzt möchte ich versuchen, andere Menschen auf ihrem Weg zum spanischen "Zweite Chance Hund" zu unterstützen.